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Lügen wie gedruckt 10.12.2008
  Kann man perfekt lügen? Das ist nur eine der Fragen, denen Cersten Jacob in diesem Artikel nachgeht
 

Lügen wie gedruckt

 

von Cersten Jacob

 

Ein Mops kam in die Küche und stahl dem Koch ein Ei.

Da nahm der Koch die Kelle und schlug den Mops zu Brei.

Da kamen viele Möpse, die gruben ihm ein Grab.

Drauf setzten sie ‘nen Grabstein, auf dem geschrieben stand:

Ein Mops kam in die Küche ...

 

Kennen Sie noch dieses Lied oder Gedicht? Vielleicht aus Kindertagen? Und war es nicht schön, wenn man es immer wieder von vorn sang oder sprach, und jedes Mal mit einer anderen Stimme – mal gequietscht, mal so tief man konnte, mal quäkig und in vielen anderen Varianten? Der Dramatiker, Regisseur, Theatertheoretiker und Schauspielpraktiker Bertolt Brecht hat dieses Gedicht seine Schauspieler zum Training von Sprechhaltungen vortragen lassen.

 

Sie erinnern sich vielleicht – ich sprach in meinem vorangegangenen Artikel über Haltungen beim Sprechen. Gemeint waren nicht nur Körper-, sondern auch innere Haltungen in der Arbeit der Schauspieler, auch Untertexte oder Subtexte genannt. Das ist das, was wir beim Sprechen denken. Und das entscheidet – abgesehen vom nonverbalen Ausdruck – über unser stimmiges stimmliches Ankommen.

 

Wenn alles glatt läuft und Sie die Gedanken im Kopf haben, die kongruent mit der Situation und der Person sind, mit der Sie kommunizieren, ist ja alles O.K. Aber wehe, wenn nicht. Wenn Sie als Mitarbeiter mit einem Kunden zu tun haben und dabei immer denken: „Mann, sieht der Sch ... aus, und wie der stinkt nach diesem Parfum, das ich nicht leiden kann ...“, und Sie versuchen dabei dennoch freundlich zu sein, wird sich trotz aller Bemühungen etwas in Ihre Art zu kommunizieren – und damit besonders in den Klang Ihrer Stimme, also in die Prosodie – einschleichen, was Sie inkongruent erscheinen lässt. Und der Kunde wird das Gefühl nicht los, dass irgendetwas an der ganzen Sache nicht stimmt, und gibt Ihrer Firma möglicherweise den Auftrag nicht.

 

Oder ein anderes Beispiel: Sie werden von einem dieser Call-Center angerufen, das eine Befragung über Ihre Kaufgewohnheiten machen will. Weshalb hat man schon bei den ersten Worten – ohne den Inhalt bereits begriffen zu haben - ein dummes Gefühl im Bauch? Wir hören nur eine Stimme und sehen den Menschen gar nicht – und trotzdem ist uns etwas unangenehm. Es ist die „falsche Stimme“, die das macht. Wenn der Mensch, der uns anruft, denkt: „Ich muss den ganzen Tag irgendwelche Idioten anrufen und dabei immer lächeln, obwohl diese Blödis mich ohnehin abwimmeln wollen ...“, und dabei, wie er es gelernt hat, den ganzen Tag ein künstliches Lächeln in sein Gesicht setzt, klingt es genauso durchs Telefon und veranlasst uns als Kunden, noch ehe wir vielleicht verstanden haben, worum es inhaltlich geht, sofort auf Abwehr zu schalten. Wenn dieser Mitarbeiter etwas anderes denken würde, nämlich einerseits gedanklich in Rapport mit den Angerufenen geht, sich in die Situation des Angerufenen versetzt oder andererseits ehrlichen Gewissens diese Umfrage macht oder ein Produkt anbietet, von dem er selbst hundertprozentig überzeugt ist, wird er sicher viel weniger Gesprächsabbrüche riskieren. Weil er dann eben kongruent und stimmig rüber kommt.

 

Und dahinter steckt letztlich das (im letzten Artikel versprochene) Geheimnis des „perfekten Lügens“. Was dann eigentlich kein Lügen mehr ist. Denn eigentlich gibt es kein perfektes Lügen. Oder doch?

Ein Schauspielprofessor, seinerzeit schon recht betagt, erzählte eine dazu passende Geschichte. Zu Beginn der Nazizeit war er als junger Schauspieler in Berlin engagiert. In seinem Bekanntenkreis gab es einige, die untertauchen mussten, um z.B. in die Schweiz zu fliehen, darunter Schauspieler wie Wolfgang Heinz, Wolfgang Langhoff, Therese Giehse, Hans Otto. Er half einigen, sich zu verstecken. Nun berichtete Professor Gaillard, dass ihm Bedenken kamen, in einem möglichen Verhör Aussagen zu machen, die ihm bzw. den Untergetauchten gefährlich werden könnten. Und er besann sich auf sein Handwerk als Schauspieler. Er schrieb ein Stück, das eine völlig andere Geschichte erzählte. Und die Rolle, die er sich in dem Stück gab, lernte und studierte er mit den Mitteln des Schauspielers – so lange, bis er an die geschriebene Geschichte selbst glaubte, bis es seine Wirklichkeit, sprich: „seine Welt“ war. Und es funktionierte.

 

Wenn wir die erfundene Wirklichkeit als Wirklichkeit akzeptieren, ist das, was wir darüber berichten, eben kongruent mit der Art, wie wir das tun. Nur – ist es dann noch lügen? Lügen ist doch, wenn wir das eine sagen und wissen, dass es nicht wahr ist. Und wenn wir wirklich glauben, was wir erzählen, dann lügen wir doch nicht, oder? J

 

 

Nun, will ich niemandem raten, beliebig und ständig andere Wirklichkeiten zu erfinden. Wie wir NLPler jedoch wissen, ist es möglich, sich andere Welten zu schaffen – nämlich „nützliche Welten“. Wir haben dazu verschiedene Techniken im Grundrepertoire des NLP, die den Schauspieltechniken nach Stanislawski und Brecht erstaunlich ähneln. Wir praktizieren Hypnose, New Behaviour Generator, Reframing, das Modell der logischen Ebenen und andere. Und fragen dabei, welche Verhaltensweisen, Glaubenssätze, Werte, Identitäten, Zugehörigkeiten usw. für unsere gewünschten Ziele nützlich sind. Wenn wir diese Techniken für uns im Privat- und Berufsleben utilisieren können, schaffen wir es, uns mit uns selbst, den Zielen und Anforderungen in Kongruenz zu bringen. Und das führt dann auch dazu, unsere Rollen im Alltag, von denen im letzten Artikel die Rede war, stimmig auszufüllen. Wenn wir es nicht allein können und nicht im Detail wissen, wie es geht, brauchen wir eben jemanden, der uns das Know-how zur Verfügung stellt und uns als Coach zur Seite steht.

 

Zurück zu Brecht und unserem Mops in der Küche. Wir können mit diesem Text verschiedene Experimente machen, um sinnlich zu erfahren, wie es funktioniert.

 

Zunächst zu den äußeren Faktoren, der Körperhaltung. Stellen Sie sich mal so hin, wie Sie meistens in Gesprächen stehen, erinnern Sie sich, was Sie dabei normalerweise sehen, hören, fühlen. Und wenn Sie das nachvollziehen können, fangen Sie an, den Text mit dem Mops laut zu sprechen. O.K. Jetzt nehmen Sie die beiden Füße direkt nebeneinander, verlagern das Körpergewicht auf ein Bein, senken den Kopf, falten die Hände und lassen die Arme locker vor sich hängen, und wenn Sie das dabei entstehende Gefühl sicher haben, sprechen Sie den Text. Merken Sie den Unterschied? Nun stellen Sie Füße hüftbreit auseinander, stehen sicher und gerade, Gewicht gleichmäßig auf beide Beine verteilt, heben den Kopf, die Hände in die Hüften, spüren dem Gefühl einen Moment nach und sprechen: „Ein Mops kam ...“ Können Sie beschreiben, was anders ist? Jetzt nehmen Sie die Hände und Arme weit auseinander gestreckt nach vorn, ziehen die Augenbrauen hoch und sprechen wieder den Text. Und zum Schluss stellen Sie sich mit gekreuzten Beinen hin, d.h. der rechte Fuß links neben dem linken, und fassen den rechten Arm am Ellenbogengelenk des linken Armes, legen den Kopf zur Seite und sprechen ...

Haben Sie am Klang Ihrer Sprache Unterschiede gemerkt? Sicher, oder J ? Soviel zur äußeren Haltung.

 

 

Nun zur inneren Haltung. Setzen Sie sich auf einen Stuhl und denken wie in einem Mantra die folgenden Sätze (Subtexte) 3-5 mal oder mehr und fangen dann an, den Mops-Text laut zu sagen. Zwischen den Varianten bitte aufstehen und einmal um den Stuhl laufen und wieder setzen.

 

Untertexte:

  • „Der ist vielleicht bescheuert, der ist vielleicht...“

  • „Ich könnt mich tot lachen ...“

  • „Die Sache ist ernst ...“

  • „Ach, ist das schön ...“

  • „Darüber könnt ich mich sinnlos aufregen ...“

  • „Ich bin hier der Chef ...“

  •  

    Sie können sich noch weitere beliebige Untertexte ausdenken und das Experiment fortsetzen. Wenn Sie dabei erst einmal lachen mussten, ist das völlig in Ordnung. Machen Sie einfach weiter.

     

    Um sich mit einer passenden grundsätzlichen inneren Haltung auf Situationen vorzubereiten, können Sie sich mit bekannten Methoden der Selbsthypnose wie Autogenes Training mit Vorsatzformeln (Affirmationen), der 5-4-3-2-1-Methode aus dem NLP oder anderen in die richtige Gedanken- und Glaubenswelt versetzen. Ich praktiziere das u.a. mit Teilnehmern von Rhetorik- und Bewerbungsseminaren in der Vorbereitung auf Rede- und Gesprächssituationen und selbst als Schauspieler vor Premieren. Wie viel Tage oder Minuten Sie benötigen, hängt von der Bedeutung der Sache ab. Und: mehr Übung - weniger Vorlaufzeit.

     

    Und an dieser Stelle noch mal zum Thema „perfekt lügen“. Es gibt ja Leute, die können einem überzeugend „das Blaue vom Himmel“ erzählen, obwohl sie sich das Gesagte völlig frei ausdenken, und das, ohne mit der Wimper zu zucken. Die können diese Techniken in Sekundenschnelle anwenden. Und da wir daran glauben, dass grundsätzlich jeder Mensch alles lernen kann, was ein anderer beherrscht, sind auch Sie in der Lage, es zu erlernen.

     

    Auf diese Weise können Sie sich auch ein Alltagsrollenrepertoire z.B. durch Techniken des Ankerns zulegen, so dass Sie schnell und flexibel in der Lage sind, zwischen verschiedenen Rollen zu switchen.

     

    In den bereits begonnenen Kurz-Tipps zu Stimme und Sprache werde ich Ihnen in den folgenden Ausgaben weitere Übungen und Möglichkeiten, Ihren sprecherischen und stimmlichen Ausdruck zu verändern und zu verbessern, erläutern. Viel Spaß dabei! J

     

       
       
       
    Eingestellt von*:   Cersten Jacob
    Zugeordnet: PersönlichkeitsentwicklungKategoriePersönliche Kompetenz
     
     
     
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